25 „WHG-Butterflys“ in der Dresdner Semperoper
Musikkursfahrt der Stufen 11 und 12 des Werner-Heisenberg-Gymansiums Neuwied

Der Anlass konnte besser nicht sein: Giacomo Puccinis „Madama Butterfly“, einer der Evergreens der Oper, war in Dresden zu sehen: Große Gefühle, tiefe Tragik, orchestraler Klangrausch und der Reiz des Exotischen.

23 Schülerinnen und Schüler der Stufen 11 und 12 sowie die Vertrauenslehrkräfte Susanne Roggendorf und Jörg Eckert begaben sich am Freitagmorgen, den 09. Januar 2026, höchst freiwillig und hochmotiviert auf den Weg nach Dresden zur Musikkursfahrt. Trotz schwieriger Witterungsverhältnisse war die Gruppe aufgrund der bundesweiten Aufhebung der Zugbindung früher als erwartet in ihrem Hostel. So leicht, wie die Schmetterlinge fliegen, erreichte die Fahrt ihren ersten Höhepunkt bei einem asiatischen Buffet in der sächsischen Landeshauptstadt. Locker und fröhlich ging es am nächsten Morgen in die Frauenkirche und dort auf die Kuppel hinauf, um – wie ein „Butterfly“ – den grandiosen Ausblick auf die Stadt an der Elbe aus der schwindelerregenden Höhe von 67,06 m zu erleben.

Die Turbulenzen der Liebe entwickelten mit „Madama Butterfly“ am Abend ihre volle Kraft im Parkett der Semperoper (Superplätze in der 2. und 3. Reihe) in einem Klangrausch, dem sich keiner entziehen konnte. Eine Musik der Gegensätzlichkeit, ein Liebespaar aus zwei Kulturen – farbenfroh und theatralisch. Eine Liebe, die zum Scheitern verurteilt ist: Hier die mittellose junge Geisha, die vergeblich, aber mit großer Energie versucht, der Enge ihrer patriarchalen und rückwärtsgewandten Gesellschaft zu entkommen, dort der Amerikaner, dem es angesichts des Rassismus in seinem Heimatland nicht möglich wäre – und der auch offensichtlich noch nicht reif dafür ist – gemeinsam mit Cio-Cio-San nach Amerika zurückzukehren. Eine Liebe, die aber den Keim zur Überwindung der sozialen und kulturellen Unterschiede in sich trägt.

Es endete natürlich tragisch auf der Opernbühne, während die Rückfahrt nach einem „Blitzfrühstück“ am frühen Sonntagmorgen entspannt und beseelt war: Schule kann soooo schön sein. Die Musikkursfahrten am WHG sind eine Bereicherung, die ihresgleichen sucht: Im letzten Jahr die Elbphilharmonie – nun „Madama Butterfly“ in der Semperoper – nächstes Jahr vielleicht die Staatsoper Stuttgart.

Fotos: Susanne Roggendorf
Text: Jörg Eckert