Politik statt Gespensterkostüme – Landtagsabgeordnete zu Besuch am WHG

Die Aula des Werner-Heisenberg-Gymnasiums war an Halloween frei von Gespenstern und Kürbissen. Stattdessen besuchten die beiden Landtagsabgeordneten Pierre Fischer (CDU) und Stefan Thoma (FDP) im Rahmen des Schulbesuchstags des Mainzer Landtags die Schüler, um mit ihnen über aktuelle politische Themen zu sprechen – direkt, offen und bei angenehmer Atmosphäre.

Unter Moderation des Sozialkunde-Leistungskurses stellten sich die beiden Abgeordneten den kritischen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Wortgewandt und kundig führte das moderierende Schülerteam durch vorbereitete Themen; danach konnten alle Mitschülerinnen und Mitschüler in einer offenen Fragerunde ihre Anliegen direkt an die Politiker richten. Die Schülerinnen und Schüler des WHG zeigten großes Interesse an wichtigen Themen wie Wehrpflicht, Bildung und Schule, Wohnungsnot für Studierende, Ärztemangel und Krankenhaussterben sowie Kosten für den Führerschein.

Die Abgeordneten lobten das politische Engagement der Schülerinnen und Schüler und beantworteten die Fragen prägnant, nachvollziehbar und ohne großes Abschweifen. Die Schüler wiederum bewunderten die Art, wie offen und reflektierend die zwei Abgeordneten über innerparteiliche Herausforderungen sprachen – etwa über die umstrittene „Stadtbild“-Äußerung von Friedrich Merz oder das Verfehlen der 5%-Hürde der FDP bei der Bundestagswahl.

Zum Abschluss trafen beide Abgeordnete inspirierende Worte: Pierre Fischer betonte, wie wichtig es sei, sich schon früh für Politik zu interessieren und mitzugestalten anstatt nur zuzusehen. Stefan Thoma erinnerte daran, immer realistisch zu bleiben, in der Gesellschaft auf ein „Miteinander statt Gegeneinander“ zu setzen und sich gegenseitig zuzuhören.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Pierre Fischer und Stefan Thoma, dass sie sich die Zeit für einen WHG-Besuch genommen haben. Dank gilt auch Matteo Hlevnjak, Matteo Gatti und Laura Oehl für die gelungene Moderation. Außerdem freuten wir uns sehr über die zahlreichen interessierten Fragen von allen Schülerinnen und Schülern während der Fragerunde.

Text: Michel Steinebach, redaktionell bearbeitet
Foto: Michel Steinebach