Werner Heisenberg

Werner Heisenberg

Der Namensgeber der Schule

(Foto Werner Heisenberg1901-1976), Physiker und Nobelpreisträger, einer der Begründer der Quantenmechanik. Heisenberg wurde am 5. Dezember 1901 in Würzburg geboren und studierte mathematische Physik, Mathematik und Astronomie an der Universität München. 1923 habilitierte er sich bei Max Born an der Universität Göttingen. Von 1924 bis 1927 hielt er sich zu Forschungszwecken bei dem dänischen Physiker Niels Henrik David Bohr an der Universität Kopenhagen auf. 1927 wurde Heisenberg als Professor für Theoretische Physik an die Universität Leipzig berufen. Anschließend wirkte er als Professor an der Universität Berlin (1941-1945). 1941 wurde er Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik (1948 in Max-Planck-Institut für Physik umbenannt). Von 1946 bis zu seinem Tod leitete er das Max-Planck-Institut in Göttingen, das 1958 nach München verlegt und zum Institut für Physik und Astrophysik erweitert wurde. Während des 2. Weltkrieges war Heisenberg für die wissenschaftliche Forschung in Zusammenhang mit dem deutschen Kernenergieprojekt verantwortlich. Nach dem Krieg war er kurze Zeit in England interniert.
Heisenberg, einer der bedeutendsten theoretischen Physiker des 20. Jahrhunderts, der die Physik und die Philosophie nachhaltig beeinflußte, leistete seine wichtigsten Beiträge zur Theorie der Atomstruktur. 1925 begann er mit der Entwicklung einer besonderen Form der Quantenmechanik. Die darin enthaltene mathematische Formulierung basiert auf den Frequenzen und Amplituden der Strahlung, die das Atom absorbiert und emittiert, sowie auf den Energieniveaus des atomaren Systems (siehe Quantentheorie). Heisenbergs Unschärferelation spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Mechanik und übte großen Einfluß auf die moderne Philosophie aus, da das von ihm formulierte Prinzip den klassischen Determinismus in Frage stellte. 1933 wurde Heisenberg der Nobelpreis für Physik verliehen. Er starb am 1. Februar 1976 in München.

Zu seinen Schriften zählen:
1. Die physikalischen Prinzipien der Quantentheorie 1930
2. Wandlungen in den Grundlagen der Naturwissenschaft 1935
3. Die Physik der Atomkerne 1943
4. Das Naturbild der heutigen Physik 1955
5. Physik und Philosophie 1959
6. Einführung in die einheitliche Feldtheorie der Elementarteilchen 1967
7. Der Teil und das Ganze 1969
8. Schritte über Grenzen 1971

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