Mathematik

Fachbereich Mathematik


„Mathematik ist dynamisch, sie entwickelt sich ständig weiter.“

So lautet der erste Satz des Vorwortes zum neuen Lehrplan für das Fach Mathematik.

Heißt es nicht immer: „Die Gesetze der Mathematik ändern sich nicht!“?

Wie jede andere Wissenschaft entwickelt sich die Mathematik ständig weiter. Das gilt in besonderem Maße für die angewandte Mathematik. Schon Galilei sagte: „Das Buch der Natur ist mit der Sprache der Mathematik geschrieben.“ Über die Naturwissenschaften hinaus spielt Mathematik in vielen Bereichen des täglichen Lebens eine wichtige Rolle. Für viele sind GPS und Navigationssysteme nicht mehr wegzudenken. Aber auch denjenigen, die meinen: „Ich komme noch mit der guten alten Straßenkarte aus“, muss klar sein: auch die gäbe es ohne die Mathematik nicht. Und wer will heutzutage schon auf sein Handy verzichten? Weitere Beispiele sind Wahlprognosen, Wettervorhersagen, Verschlüsselungen im Bereich des Homebankings …
In fast allen wissenschaftlichen Gebieten ist Fortschritt nur durch Einsatz von Mathematik möglich. Man nennt das „mathematisches Modellieren“. Die Berufschancen von Mathematikern sind daher seit vielen Jahren gut.
 

Neben der Schulung des problemlösenden und systematischen Denkens ist es ein Hauptziel des Mathematikunterrichts Grundlagen zu schaffen, die uns dazu befähigen, Mathematik zur Problemlösung anwenden zu können und Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren, die Mathematik in ihrer Umwelt zu erkennen. Desweiteren wird die Konzentrationsfähigkeit und das Durchhaltevermögen geschult. Ein Mathematiker gibt nicht auf, er forscht so lange bis eine Aussage bewiesen oder widerlegt ist. Das kann sich durchaus über Jahrhunderte und mehrere Mathematikergenerationen hinziehen. Vergleiche:
 

Beweis der „Fermatschen Vermutung“, Mitte des 17. Jh. von Fermat aufgestellt, 1993 von Andrew Wiles bewiesen)
 

1970 wurde von Matijassewitsch bewiesen, dass es kein Verfahren gibt um das 1900 aufgestellte 10. Hilbertsche Problem zu lösen.
 

Die Goldbach’sche Vermutung, deren Ursprung auf 1742 zurückgeführt wurde, ist bis heute noch nicht bewiesen.


Martina Post