Unsere Abiturienten können alles sein- der Abiturgottesdienst

Mit den passenden Zeilen „There’s a time to change“ und „Remind me that there’s room to grow“ begrüßte der Abiturjahrgang 2017 des WHG Familien, Freunde und Lehrer zu seinem Ökumenischen Abiturgottesdienst im Saal der Evangelischen Brüdergemeine. Vorgetragen wurde der Song „Drops of Jupiter“, aus dem die o.g. Zeilen stammen, in einem beeindruckenden und bewegenden Arrangement von einer A-Capella-Gruppe bestehend aus Schülern des Jahrgangs. Währenddessen zogen alle Abiturienten auf die Bühne des hellen und prächtigen Saals ein und begannen so diesen festlichen Gottesdienst. Geschmückt war der Raum ganz unter dem Abimotto „Winnetou und ABIhatschi“, das auch das Leitmotiv des Gottesdienstes war.



So erzählte zunächst Christoph Tillman lebhaft und dynamisch die Josefs-Geschichte. Doch was hat diese Erzählung aus der Bibel über einen Traumdeuter und einen Pharao mit den Abiturienten des WHG zu tun? Diese Frage stellten sich Christoph Tillman und Steve Amoo. Die beiden Liturgen Kaplan Oliver Seis und Schulpfarrer Jörg Eckert halfen in ihrer Predigt bei der Beantwortung der Frage: Kaplan Seis betonte, dass nun zwar der „Ernst des Lebens“ beginne, aber dies auch bedeutet, dass die Abiturienten ihre Zukunft selbst in der Hand haben: Sie seien frei, ihre Träume zu verwirklichen und das zu tun oder zu lassen, was ihren Träumen entspricht. Josef sei hier ein guter Wegweiser, da er trotz herber Rückschläge letztendlich in seinem Traumland vereint mit seiner Familie leben konnte.


Auch Pfarrer Eckert griff das Abimotto auf und sprach über Freiheit, überraschende Lebenswege und Träume. Er kam zu dem Fazit, dass die Abiturienten Mut, Verantwortung und Kritikfähigkeit auf den Weg in die Freiheit mitnehmen sollten und mit diesen drei Fähigkeiten alles sein können.
Daraufhin trug Lisa Krause einen Poetryslam im gleichen Tenor vor. Sie fragte sich in dem auf die Abiturienten angepasste Text „Wir können alles sein“ von Julia Engelmann folgendes:  „Die einen wollen, dass wir etwas werden, die anderen wollen, dass wir etwas bleiben. Doch was wollen wir? Was wollen wir sein?“ Der Text kam in bildhafter Sprache und eindrucksvoller Weise zu dem Ergebnis, dass den inzwischen ehemaligen Schülern alle Möglichkeiten offen stehen und es ihnen selbst überlassen bleibt, welchen Weg sie in der Zukunft einschlagen.
Auch die Gemeindelieder verdeutlichten die Wünsche der Abiturienten: „Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst, niemand ist da, der mich mit Kraft erfüllt“ gab man sich gleichermaßen wie „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“ mit auf den Weg. Hervorragend begleitet wurden die Lieder von Dr. Marcel Mehlem an der Orgel.

Mit einem prächtigen Orgelnachspiel von ihm endete dieser bewegte und bewegende Gottesdienst. Durch ihn wurde wohl allen besonders klar, was zu Beginn gesungen wurde: Unsere Abiturienten können problemlos zur Milchstraße, Jupiter oder Mars fliegen - denn sie haben die Freiheit, alles zu sein.

Leonie Grzembke, Johannes Hoff (MSS 12)